MedUni Wien will den Kindern in Haiti mit ÄrztInnen helfen

Angesichts der verheerenden medizinischen Versorgung der obdachlosen und verwaisten Kinder in Haiti will die Medizinische Universität Wien konkrete kinderärztliche Hilfe leisten.

Der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, hat zu diesem Zweck der koordinierenden Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" den Einsatz von KinderärztInnen, KinderchirurgInnen und KinderanästhesistInnen der MedUni Wien angeboten. "Als Medizinische Universität ist es für
uns Anliegen und nicht nur Pflicht, in dieser Notsituation zu helfen.

Für die pädiatrische Versorgung haben wir die profiliertesten österreichischen MedizinerInnen."

Der Kontakt mit "Ärzte ohne Grenzen" ist bereits erfolgt, nun wartet man in der Wiener Spitalgasse auf den Anruf zum konkreten Einsatz für die KinderärztInnen - zusammen mit KinderchirurgInnen und - anästhesistInnen - der MedUni Wien in Haiti.

Die Medizinische Universität Wien leistet bereits ähnliche Hilfestellung in Äthiopien. Ein Team von InfektiologInnen der MedUni Wien besucht dabei regelmäßig die Südost-Region des Landes, die zu einem der ärmsten Gebiete der Welt zählt. Durch den Einsatz vor Ort konnte die kontinuierliche Versorgung mit Medikamenten und die Einschulung lokaler MedizinerInnen in die Grundlagen der Infektionsbehandlung sichergestellt werden.

Quelle: APA/OTS

Kommentare

Pschy User offline. Last seen 17 Stunden 41 Minuten ago.
Bild von Pschy
Assistenzarzt
Beigetreten: 27.05.2009
Beiträge: 1825

Sämtliches ärztliches Personal im AKH ist angestellt an der MUW und nicht am AKH. Der Dienstherr und oberster Chef ist dementsprechend der Rektor. Trotzdem glaub ich nicht, dass der Rektor irgendjemand verpflichtet, nach Haiti zu gehen. Ich denke die Intention der MUW ist, Leute, die das machen wollen, vom Dienst im AKH freizustellen. 

schallvogl User offline. Last seen 1 Stunde 29 Minuten ago.
Assistenzarzt
Beigetreten: 27.05.2009
Beiträge: 1017

Natürlich nicht, kann er auch nicht.
Aber so kommt es rüber.
"Ärzte ohne Grenzen" soll sich bei UNS melden, und WIR stellen jemanden zur Verfügung.
Diese Diktion ist eine Geringschätzung der Ärzte und zum Kotzen.
Es müsste heißen:
Alle AKH-Ärzte, die sich freiwillig melden, werden von der MUW unterstützt und bei vollen Bezügen freigestellt.

schallvogl User offline. Last seen 1 Stunde 29 Minuten ago.
Assistenzarzt
Beigetreten: 27.05.2009
Beiträge: 1017
Zitat:

Der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, hat zu diesem Zweck der koordinierenden Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" den Einsatz von KinderärztInnen, KinderchirurgInnen und KinderanästhesistInnen der MedUni Wien angeboten. "Als Medizinische Universität ist es für
uns Anliegen und nicht nur Pflicht, in dieser Notsituation zu helfen.

 
Sind die ANGESTELLTEN ÄRZTE des AKH jetzt plötzlich die Leibeigenen vom Herrn Schütz, die er auf einen Fingerzeig einer anderen Organisation "anbieten" kann, zum Ruhme des AKH und seiner Person?
 
Wenn sich Ärzte individuell freiwillig melden nach Haiti zu gehen, gebührt ihnen entsprechendes Lob. Wenn das AKH sie freistellt und ihnen in der Zeit ihr reguläres Gehalt weiterzahlt, gebührt auch dem AKH ein Teil des Lobes.
Aber das AKH kann SICHER NICHT einfach so namenlose Ärzte bzw. deren Einsatz anbieten.

Online: 26 Benutzer, 92 Gäste